Sonntag, 4. August 2013

Die Verfilmung von "Dampfnudelblues"

Heute war ich im Kino und habe mir "Dampfnudelblues" angesehen. Das ist die Verfilmung des gleichnahmigen Provinzkrimis von Rita Falk.

Für alle, die diese Autorin noch nicht kennen, hier eine kleine Aufstellung:

       

Die Bücher bauen aufeinander auf, können aber auch unabhängig voneinander gelesen werden.

Verfilmt wurde der zweite Band der Eberhofer-Krimis - Dampfnudelblues.

Zuerst war ich skeptisch, vor allem wenn ich an die düsteren und somit völlig am Thema-vorbei-verfilmten Kluftinger Romane denke. ABER - der Kinobesuch hat sich gelohnt. Die Verfilmung ist meiner Meinung nach sehr gut gelungen. Spannend, kurzweilig und vor allem lustig.

Neugierig? Dann schaut euch den Trailer an:

Mittwoch, 19. Juni 2013

Buchempfehlung: "Hallo, Mister Gott, hier spricht Anna" - Fynn

Im Original: "Mister God, This is Anna" erschien 1974 und ist meiner Meinung nach ein kleines Meisterwerk!
Es geht, wie es der Titel schon sagt um Anna und natürlich Gott der von ihr liebevoll Mr. Gott genannt wird, zu ihm hat die 5-jährige ein ganz besonderes Verhältnis.
Anna hat, obwohl sie noch sehr jung ist schon ihre eigenen Vorstellungen vom Leben und für wirklich jede Frage eine Antwort parat.
 Die Geschichte über Anna wird von "Fynn" erzählt, der das kleine Mädchen eines Nachts auf der Straße findet und mit zu sich nach Hause nimmt.

Um ehrlich zu sein kann ich den Inhalt des Buches nur schwer beschreiben, man muss es einfach selbst gelesen haben. Bereits die ersten beiden Seiten verzaubern...

 
1
Der liebe Gott Spricht englisch
 
"Der Unterscheid von einem Menschen und einem Engel ist leicht. Das meiste von einem Engel ist innen, und das meiste von einem Menschen ist außen."
 
Anna war sechs Jahre alt. Manchmal hieß sie Fratz. Mit fünf Jahren kannte sie den Sinn des Lebens und wußte, was Liebe ist. Dazu war sie eine persönliche Freundin und auch Beraterin von Herrn Gott. Mister Gott eigentlich. Da die Engel selbstverständlich englisch sprechen, war anzunehmen, daß ihr oberster Herr das auch tat. Mister Gott also.

Anna war sehr gebildet. Theologie, Mathematik, Philosophie, Dichtkunst und Gärtnerei – nichts war ihr fremd. Fragte man sie etwas, bekam man unter allen Umständen eine Antwort. Manchmal verzögerte sich die Antwort, aber nach ein paar Wochen oder gar Monaten kriegte man sie – manche Dinge brauchen ihre Zeit. Die Antworten waren direkt, einfach und präzise.

Sie feierte ihren achten Geburtstag nicht hier; sie starb vorher bei einem Unfall. Sie starb mit einem Lächeln auf ihrem Gesicht. Ihr letzter Satz war: »Wetten, daß mich Mister Gott dafür in sein Himmel reinläßt.« Und ich wette nicht dagegen. Er tat es sicher.

Ich kannte Anna ungefähr dreieinhalb Jahre lang.

Manche Leute sind berühmt, weil sie allein die Welt umsegelt oder auf dem Mond zu Mittag gegessen haben. Jeder Mensch weiß von solchen Leuten. Mich kennt fast niemand, und doch erhebe ich Anspruch auf den Ruhm, Anna gekannt zu haben und, wie ich glaube, recht gut. Am besten eigentlich von innen –denn wie gesagt, »das meiste von ein Engel ist innen«. Und das hier ist die Geschichte, wie ich Anna kennenlernte. Seither habe ich noch zwei weitere Engel getroffen. Aber das ist wieder was anderes. "

Die Geschichte rund um Anna ist wirklich herzerweichend! Sie zeigt wie schlau aber auch einfach ein Kind sich Gott und die Welt erklären kann.

Mein Appell an euch: UNBEDINGT DIESES BUCH LESEN!


Lg Anna-Lena
 



Dienstag, 4. Juni 2013

Mein Lesechaos

Oh je, kennt ihr das?

Ihr wisst einfach nicht welches Buch ihr als nächstes lesen sollt? So gings mir die letzten Wochen. Ich habe es mit Nicholas Sparks probiert. Und mit probiert meine ich, dass ich 2 Bücher angefangen und kurz darauf wieder abgebrochen habe. Das war einfach nichts für mich.
Dann hatte ich Urlaub und ich habe die ersten 4 Teile von Lara Adrian´s Midnight Breed Serie gelesen. War ganz nett, aber kommt nicht ansatzweise an die Black Dagger Serie von J. R. Ward ran.
Unzufrieden bin ich vor meinem Bücherregal rumgeschlichen und wollte schon eine neue Bestellung auf Amazon tätigen, als ich gestern in Zugzwang geriet.

Der Besuch im Fitnessstudio stand an und "O mein Gott, was les ich den jetzt 1 Stunde lang auf dem Hometrainer???" (radeln im Fitnessstudio ohne Buch geht GAR.NICHT. - nicht wenn da Simpsons in Übergröße auf der Leinwand läuft und ich nicht die Hoheit über die Fernbedienung habe... Ich hasse mag diese Serie nicht).

Also habe ich auf die schnelle ein Buch gegriffen und siehe da - es gefällt mir!
Momentan lese ich nun "Splitterherz" von Bettina Belitz und bin begeistert von der Sprache, die sie benutzt. Die ersten Kapitel haben sich wunderbar leicht und zügig gelesen und ich bin gespannt wie es weitergeht.


Ich hoffe, euch baldigst eine Rezension einstellen zu können.

Bis dahin - geniesst das Wetter. Es wird ab morgen endlich wärmer!

Sonntag, 19. Mai 2013

Ein kleiner Rückblick

Hallo liebe Leserinnen und Leser,

momentan fehlt mir leider die Zeit über die von mir gelesenen Bücher ausführlich zu schreiben, was mir wirklich sehr leid tut! Deswegen habe ich mir überlegt, ich mache einfach mal einen kleinen Rückblick, welche Bücher ich schon gelesen habe und einen Satz dazu, ob sie in meinen Augen gut waren oder nicht. ;)

Von Januar - März habe ich mich noch toll an meinen Plan - pro Woche ein Buch lesen - gehalten:
Januar:
Die Vertraute des Königs - Historischer Roman - siehe Post
Mein Wille sei dein Wille - Thriller - hierüber habe ich auch einen Post veröffentlicht
Schatten der Angst - Thriller - siehe Post
Das fremde Haus - Thriller - siehe Post
Crossfire Band 1 - Erotik - ich fand die Geschichte ganz ok, jedoch weisst die Geschichte sehr viel Ähnlichkeit mit "Shades of Grey" auf. Reicher Mann verliebt sich auf den ersten Blick in schöne Unbekannte und sie sind gleich der Meinung die große Liebe ihres Lebens gefunden zu haben. Da beide Protagonisten eine schlimme Vergangenheit haben, ist die neue Liebe natürlich sehr kompliziert. Vom Schreibstil her jedoch um einiges besser als SoG.

Februar:
Kalte Stille - Thriller - Wow! Für mich DIE Autorenentdeckung des Jahres
Black Dagger Band 20 - Sience Fiction - Wer die Brüder kennt liebt sie
Dunkler Wahn - Thriller - Einfach toll

März:
Sixteen Moons - Fantasy - Wollte ich lesen, da ich einen Trailer für den Kinofilm gesehen hatte. Ich fand das Buch ganz gut, den Kinofilm habe ich noch nicht gesehen. ;)
Crossfire Band 2 - Erotik - Jetzt will ich aber auch wissen, wie die Geschichte ausgeht
Der Nachtwandler - Thriller - Mit dem Ende hätte ich nicht gerechnet, ich fand das Buch toll
Doch du wirst nie vergessen - Historischer Roman - Traumhaft schön, siehe Post

April:
Todeskleid - Romantic Thriller - Ich bin einfach Fan von Karen Rose
Fünf - Thriller - Ich fand ich das Buch super

Mai:
Der Zauber eines frühen Morgens - Teilweise recht harte Kost, da die Geschichte im ersten Weltkrieg spielt, aber dennoch wunderschön.

Ich soll nicht töten - Wie geil ist das denn?! Der Roman aus der Sicht des Kindes eines Serienmörders. Unser Protagonist ist der Sohn eines Serienmörders und wurde von seinem Dad mit Ratschlägen wie man am besten  morden kann ohne entdeckt zu werden aufgezogen. Dadurch kann er der Polizei helfen Mörder zu finden. Er will nie so werden wie sein Vater und hat wahnsinnige Angst davor. Wirklich sehr klasse!

Die Therapeuthin - Empfohlen von meiner Chefin. Am Anfang, in meinen Augen, sehr langatmig, aber dann wird das Buch richtig super. Die anderen beiden Bände der Autorinnen warten auch schon darauf von mir gelesen zu werden. ;)

Fürchtet euch - Was ein blödes Buch! Ich war so angetan davon, weil ein Aufkleber darauf war "unbedingt lesen" und ich mir vom Klappentext wirklich einiges versprochen hatte. Aber sorry: bis jetzt der Reinfall des Jahres!

Aktuell lese ich "Das verlorene Symbol" von Dan Brown. Yvonne Superheld hat schon das erste Kapitel seines neuen Buches gelesen und danach herausgefunden, dass es ja davor noch ein Buch gab, welches nach 4 Jahren (jaaaa, ich schäme mich!) immernoch orginalverpackt im Regal steht...

Mal sehen, was die nächsten Monate so alles an neuen Bücher und Geschichten bringen werden.

Liebe Grüße und schöne Pfingsten!

Sonntag, 5. Mai 2013

Autorenvorstellung Karen Rose

Hallo ihr Lieben,

für mich bedeuten Frühling und Sommer unter anderem die Sonne mit einem guten Buch auf der Terrasse genießen und mehr Zeit haben zu lesen.

Ihr sucht für den nächsten Urlaub oder die Terrasse, den Balkon etwas spannendes, etwas mit Herz und vielleicht auch gespickt mit der einen oder anderen "heissen" Szenen? Dann darf ich euch die Autorin Karen Rose empfehlen. Wenn man Fan von Sandra Brown ist, dann dürfen die Bücher dieser Autorin in keinem Regal fehlen. Ich finde auch (fast) alle Cover sehr ansprechend. 

Sie schreibt - in meinen Augen - sehr spannend, häufig verlieben sich die Protagonisten ineinander und sie hat einen wunderschönen, flüssigen Schreibstil.

Ich kam auf sie durch ihre Philadelphia Trilogie, erst danach habe ich mir alle anderen Bücher gekauft und kam darauf, dass man sie vielleicht doch in der folgenden Reihenfolge lesen sollte. Sie nimmt immer wieder Bezug auf die Ermittler und deren Umfeld. Und ist es nicht etwas langweilig, wenn man schon weiss, dass diese oder jene Person überlebt oder umkommt? ;)

Chicago:


Philadelphia:

Baltimore (Todeskleid bisher leider nur als Hardcover erhältlich):
12. Todesherz
13. Todeskleid

In diesem Sinne: Viel Spaß dabei, eine wundervolle Autorin kennen zu lernen. 
Liebe Grüße, Yvonne

Freitag, 12. April 2013

Enttäuscht...

Es ist so weit. Ich habe "MondSilberLicht" von Marah Woolf nach nur 30% auf dem Kindle abgebrochen.

4,5 Sterne bei fast 500 Amazon-Rezensionen haben mich dazu verleitet nicht nur den ersten Teil, sondern gleich alle drei Teile der MondLicht Saga zu kaufen. Für mich der Bücherfehlkauf des Jahres!
Einziger Wehrmutstropfen - alle 3 Bücher haben zusammen nicht mehr als 10 EUR gekostet (Kindle Version).

Ganz am Anfang des ersten Bandes steht dieser Text von Rilke:

Man muß nie verzweifeln, wenn etwas verloren geht, ein Mensch oder eine Freude oder ein Glück: es kommt alles noch herrlicher wieder. Was abfallen muß, fällt ab; was zu uns gehört, bleibt bei uns, denn es geht alles nach Gesetzen vor sich, die größer als unsere Einsicht sind und mit denen wir nur scheinbar im Widerspruch stehen. Man muß in sich selber leben und an das ganze Leben denken, an alle seine Millionen Möglichkeiten, Weiten und Zukünfte, denen gegenüber es nichts Vergangenes und Verlorenes gibt.
 
Ich lese also mehrmals diesen Ausschnitt von Rilkes Brief an Friedrich Westhoff und bin hin und weg. Erst kürzlich habe ich Rainer Maria Rilke für mich entdeckt. Wow, habe ich mir gedacht - toller Einstieg. Und mit hohen Erwartungen fing ich an zu lesen...

Jetzt fragt sich der ein oder andere vielleicht was ich erwartet habe. Nun ja, ein bisschen Fantasy, eine Lovestory und vor allem Gefühle und Emotionen. Ich dachte mir, so gut wie diese Trilogie bewertet ist muss die Story der Hammer sein.

Bereits nach wenigen Seiten fiel mir auf, dass das Ganze etwas emotionslos ist. Als Emmas Mutter am Anfang plötzlich stirbt kommt Emma vorübergehend bei ihrer besten Freundin und deren Eltern unter und zieht schliesslich zu ihrem Onkel und seiner Familie nach Schottland. Einmal weint sich Emma in den Schlaf - ansonsten bleibt der Leser über die Gefühlswelt der Protagonistin im Ungewissen. In Schottland angekommen lebt sie sich relativ schnell ein und begegnet dem gutaussehenden Calum, der Emma abwechselnd mit Ignoranz und Interesse begegnet. Das alles scheint Emma nicht im Geringsten zu hinterfragen und als Calum und sie sich annähern ist sie hin und weg.

Sorry Marah Woolf, aber das ist mir echt zu oberflächlich. Die Charaktere der Protagonisten sind, wenn überhaupt, nur sehr schwach ausgebildet und mir ist das alles zu abgehakt und nüchtern.

Bereits nach den ersten Kapiteln hatte ich das Gefühl beim Lesen dieses Buches emotional zu verhungern.

Ein gutes Buch wird dann gut, wenn man in jeder Lebenssituation weiß, wie die Hauptprotagonisten handeln würden. Ken Follett kann das zum Beispiel. Es ist hier leider keinesfalls gelungen, den Charakteren Leben einzuhauchen.

Es ist sehr schade und mit tut es immer in der Seele weh, wenn ich ein Buch abbrechen muss. Aber das Leben ist zu kurz für schlechte Bücher und ich kann den Hype um diese Trilogie beim besten Willen nicht nachvollziehen.

Ich hoffe, das ist ok, dass ich auch mal über Enttäuschungen schreibe.

Ich werde heute mit meinem ersten Sparks anfangen und hoffe auf eine gute Story.
Euch ein tolles Wochenende

Dienstag, 9. April 2013

Der Gingganz - Christian Morgenstern

Schaut mal was ich in den Tiefen meines Bücherregales gefunden habe:
 Eine schon etwas zerfledderte aber total urige Ausgabe des "Gingganz" von 1920.
Ich hab sie irgendwann in den letzten zwei Jahren auf einem Flohmarkt ergattert. Ich mag  alte Bücher die schon etwas marode aussehen total gerne und liebe es, sie in der Hand zu halten und in ihnen zu schmökern.
 "Der Gingganz" von Christian Morgenstern ist eine Gedichtsammlung. Meinen Favoriten daraus möchte ich euch natürlich nicht vorenthalten -  voilà "Im Reich der Interpunktionen."
 
 
Im Reich der Interpunktionen
nicht fürder goldner Friede prunkt:

Die Semikolons werden Drohnen

genannt von Beistrich und von Punkt.


Es bildet sich zur selben Stund

ein Antisemikolonbund.


Die einzigen, die stumm entweichen

(wie immer), sind die Fragezeichen.


Die Semikolons, die sehr jammern,

umstellt man mit geschwungnen Klammern


und setzt die so gefangnen Wesen

noch obendrein in Parenthesen.


Das Minuszeichen naht, und - schwapp!

da zieht es sie vom Leben ab.


Kopfschüttelnd blicken auf die Leichen

die heimgekehrten Fragezeichen.


Doch, wehe! neuer Kampf sich schürzt:

Gedankenstrich auf Komma stürzt -


und fährt ihm schneidend durch den Hals,

bis dieser gleich - und ebenfalls


(wie jener mörderisch bezweckt)

als Strichpunkt das Gefild bedeckt!


Stumm trägt man auf den Totengarten

die Semikolons beider Arten.


Was übrig von Gedankenstrichen,

kommt schwarz und schweigsam nachgeschlichen.


Das Ausrufszeichen hält die Predigt;

das Kolon dient ihm als Adjunkt.


Dann, jeder Kommaform entledigt,

stapft heimwärts man, Strich, Punkt, Strich, Punkt.

 
 
P.S. mich würde interessieren ob ihr auch Bücher besitzt, die ihr eigentlich nur habt weil sie im Bücherregal einfach toll aussehen, wenn sie da so in Reih' und Glied dastehen. So wie es meiner Meinung nach alte Bücher tun ;)
 
 
ich bin schon auf eure Antworten gespannt..
 
lg Anna-Lena