Freitag, 19. Dezember 2014

19. Türchen

Eingestellt von Anna-Lena






Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzern Teil 2

Von Hans Christian Andersen












Ein neues wurde angesteckt, es brannte, es leuchtete, und wie der Schein auf die Mauer fiel, wurde sie durchsichtig wie ein Schleier; sie sah ganz bis in die Stube hinein, wo der Tisch mit einem schimmernden weißen Tuch gedeckt stand mit seinem Porzellan, und herrlich dampfte die gebratene Gans, die mit Pflaumen und Äpfeln gefüllt war; und was noch prächtiger war, die Gans sprang von der Schüssel, wackelte über den Boden mit Gabel und Messer im Rücken, ganz hin zu dem armen Mädchen kam sie; da erlosch das Schwefelholz, und es war nur die dicke, kalte Mauer zu sehen.





Sie zündete ein neues an. Da saß sie unter dem herrlichsten Weihnachtsbaum, der war noch größer und noch mehr geputzt als der, den sie am letzten Weihnachtsabend durch die Glastüre bei dem reichen Kaufmann gesehen hatte. Tausend Lichte brannten an den grünen Zweigen, und bunte Bilder wie die, die die Ladenfenster schmückten, sahen auf sie herab. Die Kleine streckte beide Hände hoch, - da erlosch das Schwefelholz. Die vielen Weihnachtslichter stiegen höher und höher, sie sah, es waren nur die klaren Sterne, einer von ihnen fiel und bildete einen langen Feuerstreifen am Himmel.





"Nun stirbt da jemand!" sagte die Kleine, denn die alte Großmutter, die die Einzige war, die gut zu ihr gewesen, aber jetzt tot war, hatte gesagt: Wenn ein Stern fällt, steigt eine Seele empor zu Gott!
Sie strich wieder ein Schwefelholz an die Mauer, es leuchtete im Umkreis, und in dem Glanz stand die alte Großmutter, so hell, so leuchtend, so mild und gesegnet.

















Fortsetzung folgt...

Donnerstag, 18. Dezember 2014

18. Türchen

Eingestellt von Anna-Lena


Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzern Teil 1

Von Hans Christian Andersen




Es war ganz grausam kalt; es schneite und es begann dunkler Abend zu werden; es war auch der letzte Abend im Jahre, Silvesterabend. In dieser Kälte und in diesem Dunkel ging auf der Straße ein kleines, armes Mädchen mit bloßem Kopf und nackten Füßen. Ja, sie hatte ja freilich Pantoffeln angehabt, als sie von zu Hause wegging, aber was konnte das helfen! Es waren sehr große Pantoffeln, ihre Mutter hatte sie zuletzt benützt, so groß waren sie, und die verlor die Kleine, als sie über die Straße eilte, weil zwei Wagen so schrecklich schnell vorbeifuhren. Der eine Pantoffel war nicht zu finden, und mit dem andern lief ein Junge davon; er sagte, dass er ihn als Wiege benützen könne, wenn er selbst Kinder bekomme.



Da ging nun das kleine Mädchen auf den kleinen, nackten Füßen, die rot und blau vor Kälte waren; in einer alten Schürze trug sie eine Menge Schwefelhölzer, und mit einem Bund in der Hand ging sie dahin. Keiner hatte ihr während des ganzen Tages etwas abgekauft, keiner ihr einen kleinen Schilling gegeben; hungrig und verfroren ging sie dahin und sah so verschüchtert aus, das arme kleine Wurm! Die Schneeflocken fielen in ihre langen, blonden Haare, die sich so schön um den Nacken lockten; - aber an die Pracht dachte sie freilich nicht. Aus allen Fenstern leuchteten Lichte, und dann roch es da in der Straße so herrlich nach Gänsebraten; es war ja Neujahrsabend, - ja, daran dachte sie.




Hinten in einer Ecke zwischen zwei Häusern, das eine sprang ein wenig mehr in die Straße vor als das andere, da setzte sie sich hin und kauerte sich zusammen. Die kleinen Beine hatte sie hinaufgezogen unter sich, aber sie fror noch mehr und heimgehen durfte sie nicht, sie hatte ja keine Schwefelhölzer verkauft, keinen einzigen Schilling bekommen, ihr Vater würde sie schlagen. Und kalt war es auch daheim, sie hatten nur grade das Dach über sich, und da pfiff der Wind herein, obschon Stroh und Lumpen in die größten Spalten gestopft waren. Ihre kleinen Hände waren beinahe ganz tot vor Kälte. Ach, ein kleines Schwefelholz konnte gut tun! Hätte sie nur gewagt, eines aus dem Bund zu ziehen, es an der Wand anzustreichen und die Finger daran zu wärmen! Sie zog eines heraus. "Ritsch!" wie das sprühte, wie es brannte! Es war eine warme klare Flamme wie eine kleine Kerze, als sie die Hand darum hielt; es war ein wunderbares Licht! Dem kleinen Mädchen schien es, als säße sie vor einem großen Eisenofen mit blanken Messingkugeln und Messingtrommel; das Feuer brannte so herrlich, wärmte so gut; nein, was war das! - Die Kleine streckte schon die Füße aus, um auch diese zu wärmen, - da erlosch die Flamme. Der Ofen verschwand, sie saß mit einem kleinen Stumpf eines abgebrannten Schwefelholzes in der Hand.

Fortsetzung folg.....









Mittwoch, 17. Dezember 2014

17. Türchen

Eingestellt von Anna-Lena

Feuerzangenbowle

Zutaten

2 Liter  Wein, rot, z.B. Spätburgunder 
500 ml  Orangensaft 
1   Orange(n), unbehandelt 
1   Zitrone(n), unbehandelt 
1 Stange/n   Zimt  
6   Gewürznelke(n) 
4   Anis (Sternanis) 
1   Zucker - Hut 
350 ml  Rum, 54% 

Zubereitung

Arbeitszeit: ca. 20 Min. 
    
 - Orange in Scheiben schneiden. Schale der Zitrone dünn abschneiden, beides beiseite legen Restliche Zitrone auspressen. 
- Rotwein im Topf erhitzten, Fruchtsaft dazugeben und ebenfalls erhitzten (nicht kochen)
- Gewürze in der heißen Flüssigkeit ziehen lassen.
- Weinmischung  auf ein Stövchen stellen. Orangenscheiben in die Bowle geben
-  Eine Feuerzange mit dem Zuckerhut über den Bowletopf legen und mit etwas erwärmtem Rum beträufeln. Etwas  Rum in eine Kelle geben, anzünden und brennend über den Zuckerhut gießen. - Restlichen Rum zunächst in die Kelle gießen, dann über den brennenden Zuckerhut laufen lassen. (Die Rumflasche nie direkt an die offene Flamme halten!) Vor dem Servieren kräftig umrühren.
 
 
und passend dazu der Filmklassiker mit Heinz Rühmann :)
 
http://www.amazon.de/Die-Feuerzangenbowle-Heinz-R%C3%BChmann/dp/B00004RYMZ/ref=sr_1_1?s=dvd&ie=UTF8&qid=1418839161&sr=1-1&keywords=die+feuerzangenbowle
 
 
Liebe Grüße Anna-Lena
 

Dienstag, 16. Dezember 2014

16. Türchen

Eingestellt von Anna-Lena

Einblicke in meinen "Heilig Abend"
 


von oben links nach unten rechts:

Michel in der Suppenschüssel Bildquelle:  n-joy.de
Pippi Langstrumpf  Bildquelle: sueddeutsche.com
Drei Haselnüsse für Aschenbrödel
Glühwein
Leberkaas mit Kartoffelsalat und Brezn    Bildquelle: tradebit.de
Plätzchen Bildquelle: frauenzimmer.de
Christmette Bildquelle: google.de
Christbaum und Krippe Bildquelle: weihnachtsgeschichten.de
Geschenke Bildquelle: experto.de

Liebe Grüße Anna-Lena

Montag, 15. Dezember 2014

15. Türchen

Eingestellt vom Anna-Lena

Ersi Leutis heute mal ein Veranstaltungstipp für alle die sich einen gemütlichen Abend machen wollen. Einmal im Monat findet in Ansbach ein Poetry Slam statt. So auch heute. Ich sitze gerade in der Menschenmenge und lasse mich berießeln. Von jungen Poeten, Wortakrobaten und Leuten wie du und ich denen einfach viel zu viel im Kopf rum schwirrt;)

Der Slam findet immer in den Ansbacher Kammerspielen statt und dauer ca. 2 1/2 Stunden.  Der Eintritt kostet vier Euro.  Der Besuch ist es  echt jeden Cent wert.

Jetzt gehts weiter (die Pause is vorbei)

Sonntag, 14. Dezember 2014

14. Türchen

Eingestellt von Anna-Lena

Und für unsere fränkischen Freunde: Allmächd!-Kalender 2015. Ich weiß nicht ob es diesen Kalender schön länger gibt, aber ich hab ihn heuer das erste mal in den Geschäften entdeckt.




Liebe Grüße Anna-Lena

Samstag, 13. Dezember 2014

13. Türchen

Eingestellt von Anna-Lena


Hier nochmal eine kleine Anregung für ein Weihnachtsgeschenk....


der Zefix Kaleder 2015 darin enthalten Bayrische Flüche und Schimpfwörter.

 Jede Woche werden Wörter wie Goggolori, Oaschichtiga, Konixl oder Schlawuzi mit lustigen Bildern und hochdeutschen Erklärungen den Leser das ganze Jahr über nähergebracht.  
 
 
 
Liebe Grüße Anna-Lena